Brokkokoli senkt den Blutzucker - Cibatus

Brokkokoli senkt den Blutzucker

Good News vom Brokkoli!

Eine brandneue Studie belegt, dass Brokkoli bei Diabetes Typ 2  den Blutzuckerspiegel verbessern kann. Was ist also dran am Brokkoli?

Nicht ganz diese Frage stellte sich ein schwedisches Forscherteam der Universität Göteburg. Denn die ursprünglich zentrale Fragestellung der Studie lautete, welche Gene beim metabolischen Syndrom aktiv sind und welche Wirkstoffe darauf positiven Einfluss nehmen können.

Beim metabolischen Syndrom handelt es sich um ein Krankheitsgeschehen, das sich aus einer Kombination aus Adipositas, Bluthochdruck, hohen Blutfetten und hohem Blutzuckerspiegel zusammensetzt.  Je ausgeprägter die überhöhten Werte sind, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit beispielsweise einen Herzinfarkt zu erleiden. Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Todesursachen der westlichen Wohlstandsgesellschaft – und diese stehen in direktem Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom, welches daher auch als „tödliches Quartett“ bezeichnet wird.

Um den gesundheitsfördernden Einfluss auf das metabolische Syndrom zu identifizieren, wurde im Rahmen der Göteburger Studie der Einfluss von 3852 potenziellen Wirkstoffen analysiert; und davon erregte eine Substanz besondere Aufmerksamkeit: Sulforaphan. Sulforaphan ist  ein Senföl, das im Brokkoli (und anderen Kreuzblütengewächsen wie zum Beispiel Kohl) enthalten ist, und sich insbesondere auf die Blutzuckerkurve günstig auswirkt.

Was kann Sulforaphan? Sulforaphan reduziert die Neuproduktion von Zucker aus der Leber, indem es die dafür benötigten Schlüsselenzyme hemmt (durch sogenannte Translokation des dafür benötigten Faktors NRF-2). Infolge reduzierte Sulforaphan als konzentriertes Brokkoli-Trockenextrakt bei den Studienteilnehmern den Nüchternblutzucker und Langzeitzucker (=HbA1C), wobei übergewichtige Patienten mit Typ 2-Diabetes die besten Ergebnisse verbuchen konnten.

Brokkoli-Sulforaphan unterstützt somit eine erfolgreiche Diabetestherapie und erinnert dabei an die Wirkung von Metformin, das als diabetisches Standardmedikament häufig zum Einsatz kommt. Und tatsächlich geben die Wissenschafter Grund zur Hoffnung, dass sich die Therapieergebnisse durch eine Kombination aus Brokkoli-Extrakt & Metformin noch effektiver steigern lassen könnten.

Bis eine „Diabetes-Brokkoli-Pille“ verfügbar ist, müssen auch die natürlichen Inhaltsstoffe des Brokkoli arzneimttelbehördliche Tests durchlaufen. In der Zwischenzeit braucht aber dennoch niemand auf den brokkol´schen Gesundheitsfaktor zu verzichten, denn Brokkoli lässt sich essen und in diesem Sine: let´s enjoy Brokkoli!

…ein Brokkoli-Rezept:

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Penne

400 g Vollkorn-Penne
1 Brokkoli
10 Cocktail-Tomaten
1 Chili-Schote
1 Zwiebel
5 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer
50 g Bergkäse

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Walnuss – Pesto

50 g harter Bergkäse
50 g Walnüsse
200 ml Rapsöl
3 EL Walnussöl
Salz & Pfeffer

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Für das Pesto den Bergkäse fein raspeln, die Walnüsse hacken und beides mit den Ölen vermischen. Mit Salz & Pfeffer abschmecken!

Die Zwiebel feinwürfelig schneiden, die Chilischote halbieren und, Stielansatz und Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden.

Die Brokkoli in kleine Röschen teilen, mit kaltem Wasser abspülen und etwa 2 Minuten in kochendem Salzwasser bissfest garen; danach kalt abschrecken. Die Vollkorn-Penne im Brokkoli-Wasser bissfest al dente kochen und abgießen.

In der Zwischenzeit Zwiebeln, Cocktailtomaten und Chilistreifen in etwas Olivenöl scharf anbraten, Brokkoliröschen dazu geben und mitrösten. Danach das Pesto dazu geben bei milder Hitze etwa 5 Minuten erwärmen. Mit den Penne vermischen!

In tiefen Tellern anrichten, mit geraspeltem Parmesan bestreuen und mit Ruccola-Salat genießen!

Bon Gusto!

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Und für alle, die es genau wissen wollen: hier gibt es die  Studie Sulforaphane reduces hepatic glucose production and improves glucose control in patients with type 2 diabetes zum Nachlesen, die im Juni 2017 in der angesehenen wissenschaftlichen Fachzeitschrift Science Translational Medicine veröffentlicht wurde.

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