Ananas - Cibatus

Ananas

Ananas

Die Ananas ist eine Frucht, deren Entdeckung auf die Schiffsreisen des Christoph Columbus zurückgeht. Mittlerweile hat sie längst Europa erreicht, was nicht zuletzt ihrem besonderen Geschmack zu verdanken ist. Mindestens gleich interessant sind aber auch ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften: so wirkt die exotische Südfrucht hemmend auf Entzündungen, Gefäßverschlüsse, Thrombosen und Krebs, stabilisierend auf Herz-Kreislauf und Immunsystem sowie heilungsfördernd auf Schwellungen, Wunden und Verbrennungen. Dafür verantwortlich ist ein Cocktail aus Vitaminen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Ballaststoffen und Enzymen, wobei eine Substanz ganz besonders in den Fokus wissenschaftlicher Aufmerksamkeit gerückt ist: das Enzym  Bromelain!

Ein Teil des ernährungstherapeutischen Werts der Ananas geht speziell auf das „Ananas-Enzym“ Bromelain zurück. Bromelain kann Eiweiß spalten und wird daher zur Familie der Proteasen gezählt. Als solches übt das Enzym auf Wundheilung, Blutgerinnung und Blutfließfähligkeit derart positiven Einfluss aus, dass mittlerweile auch die Schulmedizin das Bromelain therapeutisch einzusetzen weiß.

Schulmedizinische Anwendung von Bromelain

Herzgesundheit

Bromelain unterstützt die Herzgesundheit! Ein Hauptgrund dürfte in seiner mächtigen fibrionlytischen und antithrombotischen Aktivität liegen. Fibrinolytisch bedeutet, dass die körpereigene Auflösung von Blutgerinnseln durch das Enzym Plasmin in Gang gesetzt wird und dadurch Gefäßverstopfungen und Thrombosen vorgebeugt wird. Darüber hinaus dürfte das Ananas-Enzym auch daran beteiligt sein, gefäßverstopfende Cholesterol-Plaques erfolgreich abzubauen. Bromelain gilt auch als „Verhinderer“ der Koronaren Herzkrankheit, weil es auf die Blutplättchen-Aggregration und eine Pfropf-Bildung hemmend wirkt. Zusätzlich zeigte sich, dass Bromelain auch bei Angina Pectoris, akuten Thrombosen, Gefäßentzündungen und cerebralen Durchblutungsstörungen den Schweregrad des Verlaufs dämpfen kann. Gute Voraussetzungen, um gleich einer ganzen Bandbreite an Gefäßerkrankungen vorzubeugen!

Rheuma

Bromalain wird schulmedizinisch bei anhaltenden Gelenksbeschwerden eingesetzt und Studien zeigen, dass die Wirkung mit NSAR vergleichbar ist. NSAR ist die Abkürzung für sogenannte „Nicht Steroidale Antirheumatika“, die zu den klassischen Rheumamedikamenten gezählt werden, allerdings eine Reihe von Nebenwirkungen im Gepäck haben und daher so sparsam wie möglich eingesetzt werden sollten. Ein Beispiel: Osteoarthritis zählt zu den häufigsten Formen der rheumatischen Erkrankungen und Studien zeigten, dass Bromelain sowohl Schmerz als auch Steifheit der betroffenen Knieregionen reduzieren kann: dazu wurde eine Kombination aus Bromelain, Trypsin und Rutin mit dem Medikament Diclofenac bei 103 Patienten verglichen: nach 6 Wochen, verzeichneten beide Behandlungen einen vergleichbaren Rückgang von Schmerz und Entzündungen. Die Ergebnisse sind so überzeugend, dass Bromelain bereits als schmerzstillende Alternative zu klassischen Rheumamedikamenten in Betracht gezogen wird.

Bromelain wird auch bei vielen Arten akuter und chronischer Entzündungen eingesetzt.

Entzündungen & Schwellungen

Bromealin lässt verletzte und entzündete Stellen besser abschwellen und beschleunigt die Wundheilung – sowohl innerlich als auch äußerlich: so kann man Teile der Pflanze auch äußerlich auflegen, um von deren abschwellender Wirkung zu profitieren. Diesen positiven Effekt macht sich zum Beispiel die Implantologie der Zahnmedizin zunutze um entzündliche Zahnfleischreizungen erfolgreich zu behandeln. Die Wirkintensität ist derart zufriedenstellend, dass Bromealin Tage nach dem Eingriff zwecks Prophylaxe verschrieben wird. Die Paradontologie ist somit ein eindrucksvolles Beispiel für den fixen Platz von Bromelain in der Schulmedizin.

Bromelain ist in der Medizin angekommen! Von Bedeutung ist dessen abschwellende, entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung!

Die antienzündlichen, abschwellenden und in Folge schmerzstillenden Eigenschaften machen sich auch andere Bereiche der Medizin zunutze: allen voran Chirurgie, HNO-Medizin, Geburtshilfe, Augenheilkunde und Sportmedizin.

Ein Beispiel aus der Sportmedizin:

Bromelain reduziert Schwellungen und Hämatombildungen, was sich bei Verstauchungen und Zerrungen positiv auswirkt. Gleichzeitig fördert es die Regeneration der betroffenen Stelle.

Wundheilung

Bromelain besitzt wundreinigende und wundheilende Wirkung. Legt man Pflanzenteile auf Wunden oder entzündete Stellen, so schwellen diese schneller ab und beschleunigen die Wundheilung. Die äußere Anwendung auf Wunden und Verbrennungen ist so effektiv, dass Bromelain auch hier als Alternative zu klassischen Wundheilungstechniken gilt. In spezialisierten Verbrennungszentren wird das Ananas-Enzym als standardisiertes aus Bromelain bestehendes Enzymgemisch auf Verbrennungen tiefen und sehr tiefen Grades (2 und 3) aufgetragen um den Schorf in Brandwunden aufzulösen.

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Quellen:
(1) Vidhya Rathnavelu,1 Noorjahan Banu Alitheen,2 Subramaniam Sohila,3 et al. Potential role of bromelain in clinical and therapeutic applications. Biomedical Reports, 2016.
(2) Zehra Abdul Muhammad, Tashfeen Ahmad. Therapeutic uses of pineapple-extracted bromelain in surgical care – A review.  Journal of Paikstan Medical Association, 2017.

(3) Rajendra Pavan, Sapna Jain, Shraddha, and Ajay Kumar. Properties and Therapeutic Application of Bromelain: A Review. Biotechnology Research International, 2012

 

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