Kartoffeln - Cibatus

Kartoffeln

Kartoffeln – schmecken nicht nur gut

…sie sind auch gut. Kartoffeln sind aus unserem kulinarischen Kulturgut nicht mehr wegzudenken. Diese Beliebtheit geht weit über unsere lokalen Grenzen hinaus. Denn Kartoffeln sind nicht nur ein beliebtes Lebensmittel, aus welchen sich Allerlei zaubern lässt, sondern haben auch jede Menge Nährwert zu bieten.

Archäologische Untersuchungen eines Ackers im kanadischen Westen ergaben, dass die Knollen bereits vor 3800 Jahren angebaut wurden: man fand Wapatos, eine bestimmte Knollenart. Kartoffeln blicken somit auf eine ziemlich lange Tradition zurück.

Mittlerweile –  da bereits seit langer Zeit  in unseren Breitengraden angekommen  – gibt es sehr viele verschiede Sorten, die durch Einkreuzung auf unsere Bedürfnisse optimiert wurden. Als Verwandte von Aubergine, Tomate, Chili und Paprika zählen sie alle gemeinsam zur Familie der Nachtschattengewächse.

Was kann die Kartoffel für unsere Gesundheit tun?

Kartoffeln sind Energiespender und Nährstofflieferanten zugleich: denn sie enthalten rund 30 % Stärke, 5 % Eiweiß, 2 % Ballaststoffe und darüber hinaus Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.

Stärke dient dem Gehirn als unverzichtbares Energiesubstrat, sobald es zu Traubenzucker abgebaut wurde. Eiweiß wird zum Erhalt körpereigener Substanz benötigt, und das in Kartoffeln hauptsächlich enthaltene Eiweiß Albumin eignet sich hervorragend dafür. Ballaststoffe sind nicht für die Verdauung gut, sondern schonen auch die Bauchspeicheldrüse.

Aber Achtung: schon nach Zubereitung oder einem Monat Lagerung kann der Vitamingehalt um 50 % abnehmen. Es gilt für die Kartoffel das gleiche wie für alle anderen Lebensmittel: je frischer desto besser!

Kartoffeln sind geeignet bei Diabetes

Kartoffeln verzögern mit ihrem hohen Ballaststoffanteil die schnelle Aufspaltung von Kohlenhydraten im Blut. Der Grund sind die enthaltenen Ballaststoffe, die die Aufspaltung von Stärke in Traubenzucker (Glukose) verzögern. Das verhindert Blutzuckerspitzen, spart Insulin, schont die Bauchspeicheldrüse und entlastet das Gefäßsystem.

Ein positiver Nebeneffekt ist übrigens, dass alles was reich an Ballaststoffen ist, nicht nur blutzuckersenkend sondern auch cholesterinsenkend, gefäßschützend, blutdrucksenkend und verdauungsfördernd wirkt. Also, ran an die Kartoffeln! Oder Erdäpfeln, wie wir sie auf österreichisch zu nennen pflegen : – ) !

Kartoffeln heilen den Magen

Magenschleimhautentzündungen, auch als Gastritis bekannt, sind bei uns zu einer Volkskrankheit geworden. Kaum jemand kennt die unangenehmen Beschwerden nicht. Und während einige „nur“ nach einem üppigen Essen von Symptomen betroffen sind, leiden andere von Natur aus an einem übersensiblen Magen.

Die Ernährungsmedizin hat hier eine Arznei zu bieten: Kartoffelsaft!

Der aus der Kartoffel gewonnene Saft hilft bei chronischer Übersäuerung des Magens, Sodbrennen, Gastritis und Magengeschwüren. Denn die basische Kartoffelflüssigkeit ist dazu in der Lage, überschüssige Säure zu binden und somit als natürliches Antazidum zu wirken. Diese Fähigkeit ist beachtlich – insbesondere wenn man bedenkt, dass Antazida (Säurebinder) bei  Gastritis und Sodbrennen zu den schulmedizinischen Standardmedikamenten zählen.

Wie mache ich Kartoffelsaft? Die Kartoffeln werden auf einer Reibe sehr fein geraspelt und anschließend in kleinen Portionen in ein Küchentuch gelegt und ausgepresst. Alternativ ist es auch möglich, die Kartoffelschnetzel mithilfe einer Hand-Kartoffelpresse auszupressen. Kartoffelsaft gibt es auch im Reformhaus!

Kartoffeln sind Basenbildner

Kartoffeln zählen aufgrund ihres hohen Gehalts an Kalium und Magnesium zu den basischen Lebensmitteln. Basische Lebensmittel helfen dabei, lokalen Gewebsübersäuerungen entgegen zu wirken, die als Folge von zu säurelastiger Ernährung und Bewegungsmangel entstehen. Schmerzhafte Erkrankungen wie Arthritis, Arthrose oder Gicht sowie Osteoporose, Rückenschmerzen und Allergien sind mögliche Folgeerkrankungen, die viel zu selten mit Übersäuerung als ursächlichen Auslöser in Verbindung gebracht werden. Daher gilt: es sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen säure- und basenreicher Kost bestehen und Kartoffeln helfen dabei, diesen Ausgleich zu realisieren.

Achtung Solanin

Als Nachtschattengewächse enthalten Kartoffeln Solanin. Die höchsten Werte erreichen Frühkartoffeln und der grüne Anteil der Tomate. Solanin ist hitzeresistent, weshalb es durch Kochen nicht verloren geht, wohl aber ins Kochwasser übertreten kann – ein Grund, warum man im Zweifelsfall das Kochwasser wegschütten sollte. Der höchste Gehalt an Solanin befindet sich unterhalb der Schale, an grünen Teilen sowie  in den Trieben.

Solanin beeinträchtigt Schleimhäute und das zentrale Nervensystem, was zu Vergiftungserscheinungen wie Brennen und Kratzen im Hals, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Kopfschmerzen führen kann. In geringer Konzentration besitzt Solanin hingegen Arzneiwirkung.

Ein kartoffeliges Rezept gibt es hier! Oder einfach auf´s Bild klicken!

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