Besondere Wirkstoffe der Kurkumawurzel - Cibatus Nutritioncare

Kurkuma

Kurkuma

Die Kurkuma-Pflanze stammt ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Gebieten Südasiens und genaugenommen ist es ihre Wurzel, die in der traditionellen chinesischen und indischen Heilkunst seit Jahrtausenden einen hohen Stellenwert genießt.

Optisch ähnelt der Wurzelstock der Kurkuma – auch Sarfanwurz oder Gelbwurz genannt – dem Ingwer, was nicht weiter verwunderlich ist, weil beide zur Familie der Ingwergewächse zählen. Sie teilen somit ein sehr nahes Verwandtschaftsverhältnis.

Unter der Schale ist die Kurkuma an ihrer leuchtend orangen Farbe eindeutig erkennbar, wofür ihr charakteristischer Farbstoff Kurkumin verantwortlich ist. Kurkumin wird eine bedeutende medizinische Wirkkraft zugeschrieben. Darüber hinaus enthält die Kurkuma eine besondere Komposition an Vitaminen, Mineralstoffen, ätherischen Ölen und sekundären Pflanzenstoffen, die der Wurzel eine große medizinische Breitenwirkung verleihen. Der Nährstoffreichtum ist möglicher Weise auf die spezielle Lebensweise zurückzuführen; denn die Wurzelstränge der Kurkuma sammeln und speichern während ihrer unterirdischen Ausbreitung eine Vielfalt an Bionährstoffen direkt aus dem Boden.

Auch das Mischgewürz Curry verdankt seine gelbe Färbung dem Kurkumin, weshalb Curry eine wertvolle Quelle für Kurkuma ´darstellt. Getrocknet und pulverisiert ist Kurkuma von mildwürzigem Geschmack, im frischen Zustand wird sie als mild scharf über leicht brennend bis hin zu etwas bitter empfunden. Die Ayurveda-Medizin zählt die Wurzel zu den heißen Gewürzen, die reinigende und zugleich energiespendende Wirkung besitzt – getreu dem therapeutischen Motto: „Was scharf schmeckt, ist gesund und heilt“.

In der Zwischenzeit ließen sich viele pharmazeutisch interessante Eigenschaften nachweisen, weshalb sich auch die Schulmedizin für die Wirkstoffe der Kurkuma interessiert.

Kurkumin beugt Verdauungsbeschwerden vor

Kurkuma stimuliert die Magenschleimhaut, mehr Magensaft zu produzieren. Magensaft ist eine enzymreiche Flüssigkeit, die an der Erstverwertung der Nahrung beteiligt ist. Zusätzlich wird die Leber dazu angeregt, Gallensäuren zu produzieren, wodurch besonders die Verdauung und Verwertung von Fetten unterstützt werden.

Kurkuma wirkt aktiv gegen Entzündungen

Kurkumin besitzt die Fähigkeit, entzündliche Prozesse durch Regulation der zentralen Schaltstelle – dem Transkriptionsfaktor NF-κB – an ihrem Ursprung einzudämmen und ablaufende enzymatische Prozesse zu blockieren, die ansonsten zu Oxidation führen und Entzündungen hervorrufen können. Entzündungen stehen in Verdacht, Ursprung verschiedenster Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose, Nervendegeneration oder Krebs zu sein.

Kurkuma kann auch im akuten entzündlichen Krankheitsgeschehen – etwa bei entzündlichen Darmerkrankungen, entzündlichen Hauterkrankungen und rheumatischen Gelenkserkrankungen – eingesetzt werden, weil es in die auslösenden Krankheitsprozesse eingreifen kann und darüber hinaus auch schmerzlindernde Wirkung besitzt.

Kurkuma wirkt gegen Krebs

Kurkumin hindert Krebszellen am Überleben indem es die Proliferation, Invasion, Angiogenese und die Metastasierung hemmt. Es ist somit gegen alle Stadien der Krebserkrankung aktiv. Der indisch-amerikansiche Biochemiker Dr. Bharat Aggarwal von der University of Texas informiert dazu wie folgt: „Als wir begannen, mit Kurkuma zu arbeiten, gab es dazu nicht mal 50 Veröffentlichungen. Heute gibt es über 3000 zum Thema. Die meisten Krebsarten, die wir kennen, wurden bereits unter diesem Aspekt untersucht. Meines Wissens gibt es keine Krebsart, auf die diese Substanz keine Wirkung hat: NF-κB reguliert Gene, das Entzündungen und Krebs kontrolliert, und Kurkumin kann diese zentrale Schaltzentrale positiv beeinflussen.“ Dr. Aggarwal gibt als wichtigen Grund für die antikanzerogene Wirkung der Kurkuma die Tatsache an, dass Kurkumin Entzündungsprozesse durch die Beeinflussung von NF-κB erfolgreich abwehren kann.

Kurkuma wirkt gegen Alzheimer und Demenz

Kurkumin ist als einer von wenigen Stoffen dazu imstande, die Bluthirnschranke zu überwinden, wodurch es aus dem Blutkreislauf direkt ins Gehirn gelangen kann. Studien haben gezeigt, dass bereits kleine Mengen an Kurkumin in der Lage sind, Amyloid-Ablagerungen im Gehirn aufzulösen und ihnen präventiv vorzubeugen. Diese Ablagerungen werden bei Alzhzeimer und Demenz dafür verantwortlich gemacht, die Krankheitssymptome zu verursachen. Darüber hinaus fördert Kurkumin die Neubildung von Zellen in der Hippocampus-Region, und dient dort auch als Zellschutz.

Kurkuma wirkt gegen Depressionen

Kurkumin ist an der vermehrten Freisetzung der Hormone Serotonin und Dopamin beteiligt, was bei der Behandlung von Depressionen ein interessanter Aspekt ist, der derzeit intensiv beforscht wird.

Kurkuma hilft bei Diabetes

Kurkumin verstärkt den blutzuckersenkenden Effekt von Insulin und hilft einer diabetischen Neuropathie entgegenzuwirken. Wenn aufgrund einer bereits bestehenden Nervenschädigung starke Schmerzen auftreten, kann Kurkumin auch dazu beitragen diese effektiv zu lindern. Studien lieferten dazu vielversprechende Ergebnisse, weshalb Kurkumin bald auch als medizinischer Wirkstoff in  Schmerzmitteln zum Einsatz kommen könnte.

Kurkuma senkt den Appetit

Grund für den appetitsenkenden und gewichtsregulierenden Effekt ist wahrscheinlich der hohe Gehalt an Bitterstoffen, da diese neben ihrer verdauungsfördernden Funktion auch appetithemmende Wirkung besitzen.

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Kurkuma und schwarzer Pfeffer gehören zusammen!

Kurkumin ist in seiner Reinform sehr schlecht wasserlöslich, weshalb nur ein kleiner Teil davon direkt über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden kann. Der Rest wird unverwertet wieder ausgeschieden. Daher laufen derzeit Forschungen, wie die Bioverfügbarkeit des Farbstoffs erhöht werden könnte. Dafür kommen Emulsionen, Transportvesikel oder sogenannte Adjuvanzien in Frage. Adjuvanzien sind Lösungsvermittler, die durch Aufnahmesteigerung die Wirkung einer Arznei verstärken können. Ein natürliches Adjuvans für Kurkumin ist schwarzer Pfeffer, weshalb Kurkuma immer gemeinsam mit schwarzem Pfeffer gegessen werden sollte.

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Wozu passt Kurkuma?

In der österreichischen Küche ist der Einsatz von Kurkuma kaum verbreitet, dafür aber umso mehr in der indischen und asiatischen Küche – besonders in Eintopfgerichten mit Fleisch, Fisch oder Hülsenfrüchten wird traditioneller Weise viel Kurkuma verwendet.

Prinzipiell kann Kurkuma angebraten, gekocht oder in die fertige Speise eingearbeitet werden. Durch Erhitzen geht Kurkumin nicht verloren, viel mehr lässt sich seine Wirkung dadurch noch weiter steigern. Geschmacklich kann das Gewürz sehr gut zu Reis und Risotto, Kartoffelpüree, Fleischsauce, Tomatensauce und natürlich zu Gemüsesuppen aller Art kombiniert werden. Bei Gerichten wie Kartoffel- und Eiersalaten kann Kurkuma nicht nur geschmacklich mit einer besonderen Note aufwarten, sondern auch mit einer hübschen intensiv-gelben Färbung.

Rezeptideen für Kurkuma…

kurkuma

Alle Rezepte lassen sich klassisch zubereiten und mit Kurkuma würzen – fertig ist das Kurkuma-Gericht! Und immer auch an den schwarzen Pfeffer denken!

Viel Spaß beim Experimentieren & Genießen!

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