Ernährung bei Erkältung als Medikament - Cibatus Blog
Gesunde Ernaehrung

Lebensmittelapotheke bei Erkältung

Lebensmittelapotheke bei Erkältung

Mit der kalten Jahreszeit ist sie wieder da, die Grippezeit. Verursacher sind viele verschiedene Arten von Viren und Bakterien, die für typische Grippesymptome wie Halsweh, Husten, Schnupfen  & Co. verantwortlich sind.

Die gute Nachricht: mit Ernährung lässt sich Erkältungen vorbeugen oder – sofern schon da – auf natürliche Weise lindern.  Ein Blick in die Küche kann dafür einen Schatz an natürlichen Arzneisubstanzen hervorbringen…

Schwarzer Holunder

Schwarzer Holunder zählt zu den besonders bewährten Vorbeugemitteln gegen grippale Infekte und Fieber. Denn die Beeren enthalten außergewöhnlich hohe Mengen an antibakteriellen und antiviralen Schutzstoffen. Besonders auffallend sind die Anthocyane, die einen Schutzwall gegen Krankheitskeime bilden und antioxidativ sowie antientzündlich wirksam sind. Die Fruchtsäuren Zitronensäure, Apfelsäure und Weinsäure fungieren als effiziente Bakterienfänger; die reichlich enthaltenen ätherische Öle wirken schweißtreibend, fiebersenkend und schleimlösend. Erwähnenswert sind auch die überaus hohen Mengen an Vitamin C und B, welche die Immunabwehr unterstützen.

Schwarze Holunderbeeren lassen sich auf vielfältige Weise genießen – beispielsweise als Sirup, Fruchtsaft, Kompott, Marmelade, Mus, Gelee oder Hollerröster!

Der schwarze Holunder eignet sich somit wunderbar gegen Infekte aller Art. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass dieser immer nur ganz reif ist und ausreichend erhitzt wird. Ansonsten könnten Magen-Darm-Beschwerden entstehen.

[tw-toggle title=“Bitte immer ausreichend erhitzen!“] Botanisch betrachtet sind die schwarzen Früchte des Holunders keine Beeren sondern Steinfrüchte, die das Blausäureglykosid Sambunigrin enthalten. Sambunigrin kann zu Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall führen. Hohe Konzentrationen sind in Blättern und Stielen sowie in den unreifen Beeren enthalten. Durch Erhitzen zerfällt die Substanz und verliert somit auch ihre toxische Eigenschaft. Deshalb sollten Holunderbeeren nicht roh verzehrt und immer ausreichend erhitzt werden, am besten für die Dauer von mindetens 20 Minuten bei 80°C.
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Ingwer

Ingwer eignet sich hervorragend als Grippemedikament. Seine hohen Mengen an Vitamin C und Zink ergeben ein besonders effizientes Immun-Duo. So lässt sich Ingwer als Hustendämpfer, Schmerzstiller und Fiebersenker bestens einsetzen. Als eine Art „ingwer´sche“ Besonderheit enthält Ingwer auch sogenannte Sesquiterpene, die insbesondere gegen schupfenauslösende Rhinoviren hochwirksam sind.

Für einen stärkenden Aufguss 3 Esslöffel geriebene Ingwerwurzel in die Teetasse geben und mit kochendem Wasser übergießen! Den Tee 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen und gemeinsam mit Honig und Zitrone schluckweise trinken. Ingwer wärmt von innen, fördert die Durchblutung und lässt die Nase rinnen – gute Voraussetzungen für baldige Erholung!

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Honig

Honig dient fast schon als Standardtherapeutikum um Erkältungen zu behandeln. Denn die Inhaltsstoffen wirken antiviral und antibakteriell und somit schützend vor Keimen. Außerdem überzieht die Honigmasse den gereizten Rachen mit einer schützenden Schicht und lindert dadurch Schmerzen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Honig als wirksames Erkältungsmittel ein.

Ein linderndes Grippegetränk lässt sich ganz einfach aus Salbeitee, Honig und einer ausgepressten Zitrone herstellen! Diese Kombination ergibt ein Naturmedikament mit Dreifach-Wirkung.

Bitte beachten: für Kinder unter 2 Jahren ist Honig nicht geeignet, weil es sich um ein Rohprodukt handelt!

Joghurt

Joghurt ist reich an gesundheitsfördernden Bakterien, die auch Erkältungs- und Grippeviren bremsen können. So können probiotische Bifidobakterien und Laktobazillen als Bestandteil einer intakten Darmflora die natürliche Abwehrkraft des Darms steigern: das reduziert die Erkältungsdauer und lindert Schmerzen.

Eine Schale Joghurt vermischt mit etwas Honig ist nicht nur ein schmackhaftes Dessert sondern eignet sich auch als abwehrsteigerndes Grippe-Elixier!

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Knoblauch & Zwiebeln

Der Wirkstoff Allicin gilt als hochwirksames Breitbandantibiotikum, das schädliche Bakterien bekämpft und essenzielle Darmbakterien schont. Darüber hinaus ist Knoblauch auch gegen krankheitserregende Viren und Pilze aktiv und wirkt als Gefäßschutz.

Viele Suppen, Salate und Hauptspeisen lassen sich mit Knoblauch und Zwiebeln zubereiten! Eine Mahlzeit kann auf diese Weise zu einem Therapeutikum voller abwehrsteigender  und antiseptischer (keimhemmender) Wirkstoffe werden.

Schwarzer Pfeffer

Schwarzer Pfeffer ist scharf und gesund. Verantwortlich dafür sind die Inhaltsstoffe Piperin und diverse ätherische Öle wie zum Beispiel Limonen und Sabinen, die allesamt fleißige Grippebekämpfer sind: eine Prise Pfeffer hilft dabei, zähen Schleim zu lösen, Husten zu stillen und Halsschmerzen zu lindern.

Suppen und belegte Brote am besten in den kalten Monaten mit viel Pfeffer würzen!

Flüssigkeit

Die Goldregel bei Erkältungen lautet: viel trinken! Wasser hat die Aufgabe, Nährstoffe an den Ort ihres Bedarfs zu transportieren sowie Krankheitserreger auszuscheiden – das ist bei Infekten von großer Bedeutung. Trinken hilft auch, zähen Schleim besser abhusten zu können. Wasser reguliert auch die Körpertemperatur, was bei fieberhaften und dehydrierenden Erkältungen wichtig ist! Auf eine ausreichende Zufuhr sollte daher unbedingt geachtet werden!

Als Grippegetränk sind warne Tees bestens geeignet – idealerweise mit vielen Kräutern, deren Heilwirkung seit Jahrtausenden bekannt ist:

Heilpflanzen für Erkältungstees

[tw-accordion class=““] [tw-accordion-section title=“Entzündungshemmer“]

Arnika, Brombeeren, Eibisch, Kamille, Ringelblume, Salbei, Schwarze Johannisbeere, Thymian, Zistrose
[/tw-accordion-section] [tw-accordion-section title=“Immunstärker“] Hundsrose, Sanddorn, Schwarze Johannisbeere, Sonnenhut (Echinacea), Wasserdost
[/tw-accordion-section] [tw-accordion-section title=“Hustenstiller bei trockenem Husten“] Huflattich, Isländisch Moos, Königskerze, Malve, Spitzwegerich, Weibisch
[/tw-accordion-section] [tw-accordion-section title=“Hustenstiller bei feuchtem Husten“] Anis, Eukalyptus, Fenchel, Fichtennadeln, Thymian
[/tw-accordion-section] [tw-accordion-section title=“Natürliche Antibiotika“] Bärentraube, Efeu, Isländisch Moos, Johanniskraut, Knoblauch
[/tw-accordion-section] [tw-accordion-section title=“Krampflöser“] Efeu, Pestwurz, Quengle, Thymian, Zwiebeln
[/tw-accordion-section] [tw-accordion-section title=“Schweißtreiber“] Kamillenblüten, Enzian, Engelwurz, Ingwer, Holunderblüten, Kamillenblüten, Lindenblüten
[/tw-accordion-section] [/tw-accordion]

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Auch eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sollte gewährleistet sein. Bei Erkältungskrankheiten relevant sind die Vitamine A, C und E sowie die Mineralstoffe Selen und Zink, weil sie die Basis eines abwehrstarken Immunsystems sind.

Vitamine

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Vitamin A

Viel Vitamin A gibt es in der Leber, viel beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) in farbintensivem Gemüse: Tomaten, Karotten und tiefgrünes Blattgemüse wie Spinat, Grünkohl und Salat.

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Vitamin C

Sehr gute Quellen für Vitamin C sind neben Zitrusfrüchten auch Acerola, Brokkoli, Paprika, Kiwi, Papya, Camu-Camu, schwarze Johannisbeeren und Goji-Beeren.

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Vitamin E

Gute Vitamin E-Lieferanten sind hochwertige Pflanzenöle wie Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl, Sojaöl sowie Diätmargarine, Weizenkeime und Nüsse.

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Mineralstoffe

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Selen

Gute Quellen für Selen sind Paranüsse, aber auch Kokosprodukte wie Kokosnüsse, Kokosöl, Kokosflocken sowie Sesam.

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Zink

Reich an Zink sind Linsen, Sojabohnen, Weizenkeime, Pilze, Hefe und alle Vollkornprodukte.

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