Risikofaktor Bauchfett - Cibatus

Risikofaktor Bauchfett

Man liest und hört es immer wieder – der Birnentyp ist gesünder als der Apfeltyp. Ist das wirklich so? Oder trifft diese Behauptung bestenfalls optisch zu? Lässt sich der Ort der Fetteinlagerung durch Ernährung beeinflussen?

Gleich vorweg: ja es stimmt, der Apfeltyp ist gesundheitlich problematischer als der Birnentyp. Der Grund ist, weil die bauchbetonte Fetteinlagerung nicht nur subkutan (= unter der Haut) erfolgt, sondern auch in der Bauchhöhle und in den Organen – insbesondere an Leber, Bauchspeicheldrüse, Herz und Skelettmuskulatur.

Bauchfett wird als viszerales Fettgewebe bezeichnet, übermäßiges Fett an Organen wird als ektopisches Fettgewebe bezeichnet. Überschüssiges Bauch- und Organfett verursacht häufig Probleme, weil es von Natur aus hier nicht vorgesehen ist.

Warum ist Bauchfett so problematisch?

Bauchfett fördert ​Entzündungen

Überschüssiges Bauch- und Organfett ist hormonell aktiv und ​produziert Entzündungsfaktoren. Diese Entzündungsfaktoren ​können zu chronischen Entzündungsprozessen​​ und Krankheiten führen.

Bauchfett fördert Autoimmunerkrankungen

Entzündungsprozesse spielen bei vielen weiteren Erkrankungen eine zentrale Rolle und sollten daher möglichst vermieden werden. An erster Stelle stehen hier Autoimmunerkrankungen. Zu häufigen Autoimmunerkrankungen zählen Rheuma, Hashimoto, Lupus, Morbus Crohn und Diabetes mellitus Typ 1 – sie alle verbindet, dass die Krankheitsentstehung auf einer Über-Raktionen des Immunsystems gegen den eigenen Körper basiert.

Bauchfett fördert ​Arteriosklerose

Auch Gefäßwände werden bei Entzündungsreaktionen geschädigt. Eine häufige Gefäßerkrankung ist Arteriosklerose. Arteriosklerose gilt als Hauptrisikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen; Herzinfarkt und Schlaganfall sind die Todesursache Nummer 1 der westlichen Länder.

Bauchfett fördert ​Diabetes mellitus Typ 2

​Diabetes mellitus Typ 2 ist aufgrund seiner diabetischen Folgeschäden gefürchtet. Eine Hauptursache für Diabetes Typ 2 ist, dass das körpereigene Insulin immer schlechter wirkt und ​daher immer mehr Insulin produziert werden muss. Die Folge ist eine Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse und eine krankhafte Erhöhung der Blutzuckerwerte. Je mehr überschüssiges Bauchfett vorhanden ist, desto schlechter wirkt das körpereigene Insulin. Je mehr überschüssige Bauchfett abgebaut wird, desto besser wirkt das körpereigene Insulin​ und desto gesünder ist ​der gesamte Blutzuckerverlauf. 

Bauchfett fördert ​Krebserkrankungen

Neuere Studien zeigen auch, dass Krebserkrankungen mit ​stark ausgebildetem Bauchfett in Verbindung stehen, weil  die dadurch ausgelösten Entzündungsprozsse, Veränderungen der Sexualhormone sowie die übermäßige Insulinproduktion in Verdacht stehen, ​krebserregend zu wirken.

​Überschüssiges Bauchfett ist eine Entzündungsfabrik​

Entzündungsfakotren sind sogenante Adiponektine, die in den Fettzellen gebildet werden. Je mehr Fettzellen vorhanden sind, desto mehr Adiponektine ​können  gebildet werden.


​Wieviel Fett ist erlaubt?

Ein guter Orientierungswert ​ist der Bauchumfang.

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt, dass der Bauchumfang bei

  • ​Frauen unter 88 cm, ​ideal unter 80 cm ​​
  • ​Männern ​unter102 cm, ​ideal unter ​94 cm​ ​

betragen sollte.

Messen lässt sich der Bauchumfang auf Höhe des Bauchnabels beziehungsweise in der Mitte zwischen unterem Rippenbogen und oberem Beckenkamm.

Lässt sich die Fetteinlagerung steuern?

Ja und nein. Die Fetteinlagerung lässt sich ​durch Ernährung steuern. Wenn dauerhaft ​mehr Kalorien zugeführt als benötigt werden – beispielsweise durch zu wenig Bewegung - lagert der Körper ​Fett ein. Es kommt zu einer Gewichtszunahme.

Wo das Fett eingelagert wird, ​ist genetisch bedingt und lässt sich ​nicht steuern. Was sich hingegen steuern lässt, ​ist ​ein gutes Gleichgewicht zwischen Energieaufnahme und ​Energieverbrauch​.

Es gilt daher die altbewährte Formel:

Auf gesundes Essen achten, Kalorien bedarfsgerecht zuführen und den ​Energiebedarf ​durch ​​Bewegung & Sport steigern!

Gibt es ​Schlankmacher in der Ernährung?

Ja, es gibt ​Schlankmacher in der Erährung! ​Schlankmacher können den Ort der Fetteinlagerung zwar nicht beeinflussen, ​aber sie helfen dabei, dass ​erst gar kein Fett ​eingelagert wird. Und ​Schlankmacher helfen dabei, vorhandenes Fett leichter zum Schmelzen ​zu bringen:

​Chili!

Chili reduziert das Hungergefühl und wirkt auf den Stoffwechsel anregend. Das brennende Gefühl führt auch zu einem Temperaturanstieg, was den Energieverbrauch steigert.​ Es lohnt sich daher, immer wieder scharf zu würzen!

Superfood

Zitronen!

Zitronen wirken antioxidativ und aktivieren den Stoffwechsel! Das hat günstigen Einfluss auf das Gewicht! Zitronen ​daher immer wieder mal auspressen, und den Saft der Zitrone mit Wasser verdünnt ​​trinken!

Apfelessig!

Apfelessig kurbelt die Fettverdauung an und erhöht das Sättigungsempfinden! Essig daher nicht „nur“ als Salatmarinade ​genießen​ - es kann sich für die Gesundheit lohnen, ​etwas Essig ​​pur ​zu trinken!

​Eisen!

Zu wenig Eisen kann die Aufnahme von Jod hemmen, weshalb Eisen für eine gute Schilddrüsenfunktion ​unverzichdtbar ist. Daher auf einen guten Eisenstatus achten – besonders Frauen sind häufig von einem Mangel betroffen! Eisen enthalten nicht nur tierische Lebensmittel, sondern auch viele Pflanzliche! Die ​Wirkung von pflanzlichem Eisen lässt sich ​gemeinsam mit ​Vitamin C steigern.

Ballaststoffe!

Ballaststoffe wirken magenfüllend, sättigend, verdauungsfördernd und blutzuckerstabilisierend – perfekte Voraussetzungen, um das Fett am Bauch zum Schmelzen zu bringen!


​Für alle, die es genau wissen wollen: Körperfett ist nicht gleich Körperfett…

Fett existiert im menschlichen Körper in verschiedenen Formen und unterschiedlichen Funktionen. Gut bekannt ist das ​Weiße Fettgewebe, das als Energiespeicher, aber auch als Schutz der Organe und zur Isolation dient. Je nach Funktion wird weißes Fett daher in Speicher- und Isolierfett sowie in Baufettgewebe unterteilt. Speicherfett ist ​unter der Haut (=subkutan) an Gesäß und Beinen, oder ​als Bauchfett (= viszeral) ​ in Bauchhöhle und Organen ​angesiedelt. Baufett dient als Struktursubstanz in Fußsohlen, Wangen oder als Organpolster, und wird bei Nahrungsmangel als letzte Nahrungsreserve ​angezapft.

Immer mehr rückt ​eine andere Art von Körperfett ins Zentrum wissenschaftlichen Interesses: das sogenannte Braune Fettgewebe. Es besitzt die Eigenschaft, Energie in den Energiekraftwerken des Körpers (= Mitochondrien) ​in Wärme umzuwandeln. ​Auf diese Weise fungiert es ​als reine Heizquelle ohne das Kalorienkonto zu belasten. ​Kalorien werden dadurch ​verwertet und nicht als Fett eingespeichert.

Braunes Fettgewebe kommt insbesondere bei Säuglingen vor. Bei manchen Menschen bleibt es ​auch im Erwachsenenalter ​erhalten und trägt dazu bei, dass ein Teil der aufgenommenen Kalorien direkt in Wärmeenergie umgewandelt wird. Das könnte einer der Gründe sein, warum einige Menschen größere Nahrungsmengen essen können ohne an Gewicht zuzunehmen und umkehrt. 




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