Schlank Essen - wie besser essen? Cibatus Ernährungsblog

Schlank Essen

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Sich schlank essen… ist das überhaupt möglich oder gehört dieser Satz besser in die Kategorie Werbeslogans?

Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass den Menschen nicht immer Nahrung zur Verfügung stand und dass eine dauerhafte Sättigung oder gar Übersättigung lange Zeit so gut wie unmöglich war.

Deshalb mussten unsere Vorfahren gar nicht so selten in einem Energiedefizit ausharren, in welchem mehr Energie zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen verbraucht wurde als an Nahrung zugeführt werden konnte. Ausgleichen ließ sich eine solche Notsituation nur mithilfe von Phasen des Nahrungsreichtums, in denen Fettreserven aufgefüllt und im Zuge der folgenden Fastenperiode wieder entleert wurden.

Die Möglichkeit der Gewichtszunahme als Folge der vorübergehenden Fettspeicherung war somit nicht nur essenziell für die Gesundheit, sondern brachte auch DEN entscheidenden Überlebensvorteil. Damals.

ananas

Mit den Zeiten der Industrialisierung und des Wohlstands hat sich die Situation verändert. Heute steht ein großes Nahrungsangebot zur Verfügung, das mit minimalem Energieaufwand erreichbar und darüber hinaus auch erschwinglich ist. Ein Beispiel: der Weg in den Supermarkt führt uns vom Parkplatz zur automatischen Schiebetüre, wo kalorienreiche, aber nährstoffarme Produkte in großen Mengen darauf warten, von Konsumenten günstig erworben zu werden – und kluge Köpfe der Werbeindustrie setzen mit verlockenden Verpackungen und ausgeklügelten Produktplatzierungen alles daran, um den Umsatz ihrer Klienten – der Lebensmittelproduzenten – so profitabel wie möglich ausfallen zu lassen.

Es ist also gar nicht so einfach, in Zeiten wie diesen das Richtige zu essen – trotz oder viel mehr wegen des großen Nahrungs(über)angebots.

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Somit ergibt sich auch die in der menschlichen Entwicklungsgeschichte einmalige Situation, dass sehr viele Menschen nicht nur gelegentlich, sondern konstant eine positive Energiebilanz aufweisen: also dauerhaft mehr essen als sie benötigen.

In Folge kommt es anstatt einer vorübergehenden Vermehrung des Fettgewebes zu einer langfristigen Einlagerung von Fett und damit auch zu den problematischen Konsequenzen für die Gesundheit.

Der einstige Überlebensvorteil in Notzeiten hat sich in Zeiten wie diesen zum Überlebensnachteil entpuppt. Denn die Spanne von einem halben Jahrhundert ist zu kurz, als dass die biologische Evolution die Möglichkeit gehabt hätte, mit dem rasanten Tempo der lebensmitteltechnologischen Revolution Schritt zu halten.

Wie kann man „besser“ essen?

Eine mögliche Antwort liefert der Umkehrschluss. Wenn die allgemein bekannte Kernaussage lautet, dass wir „zuviel von schlechtem Essen konsumieren“, dann lautet der Umkehrschluss „mehr von guter Nahrung“ und „weniger von schlechter Nahrung“ zu essen. Eigentlich ganz einfach. Und die Umsetzung?

Auch hier kann ein Blick in die Vergangenheit lohnend sein: unsere Ahnen aßen hauptsächlich naturbelassene, unverarbeitete Lebensmittel, die sowohl regional wie auch saisonal verfügbar waren. Wir könnten auch wieder so essen (viellelicht nicht immer, aber immer immer wieder). In diesem Sinne: let´s go back to the roots more & more 😉 !

Die Natur hält diesbezüglich eine wahre Schatzkiste an Lebensmitteln bereit, die das Potential haben, nicht nur ausgezeichnet zu schmecken sondern auch Gesundheit & Wohlbefinden zu steigern.

tomate

Und je mehr natürliche Lebensmittel in den Ernährungsalltag eingebaut werden, desto weniger wird der Körper nach den „modernen, alt gewordenen“ Essgewohnheiten verlangen.

Eigentlich ganz simpel!

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Einfach ausprobieren! Ohne Druck & ohne Zwang! Zum Beispiel aus Lust an einer neuen Erfahrung, die sich als wertvolle körperliche und geistige Bereicherung entfalten könnte…

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Wie könnte diese Erfahrung aussehen?

Seien Sie intuitiv. Probieren Sie alles aus. „Grasen“ Sie sich durch die ganze Vielfalt. Knabbern Sie viele verschiedene Nüsse, naschen Sie Trockenfrüchte, bauen Sie bei jeder Gelegenheit Kräuter und Gewürze in Ihren Speiseplan und kosten Sie sich durch das Teesortiment. Essen Sie viele verschiedene Früchte, belegen Sie Ihr Brot mit Gemüse, würzen Sie abwechslungsreich mit Kräutern und Gewürzen, variieren Sie – kurz: testen Sie sich durch den gesamten Reichtum der Nahrungsmittel und kombinieren Sie.

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Ein Beispiel..

Buntes Weckerl

[tw-column width=“one-third“]1 Grahamweckerl
Etwas Butter
1 große Tomate
1 Zehe Knoblauch
Schnittlauch
2 – 3 Walnüsse[/tw-column]

[tw-column width=“two-third“ position=“last“]Zubereitung

Scheiden Sie die Tomate in Scheiben. Schälen Sie die Knoblauchzehe und schneiden Sie sie in hauchdünne Scheiben. Belegen Sie das Grahamweckerl damit und bestreuen Sie es mit grob gehackten Walnüssen. Garnieren Sie alles mit viel Schnittlauch und würzen Sie mit wenig Salz, etwas Pfeffer und Paprika![/tw-column]

[tw-column width=“one-third“]Tipp! Wem der Knoblauch roh zu scharf ist, kann ihn in der Pfanne kurz anbraten. Dadurch nimmt die Knolle einen mild-süßlichen Geschmack an und wird bekömmlicher. Gegen den intensiven Geruch helfen übrigens Grüner Tee, Milch, Petersilie oder Koriander. [/tw-column]

[tw-column width=“one-third“]Natürlich können Sie die Tomate auch gegen eine Gurke ersetzen oder die Walnüsse gegen Pinienkerne, oder anstatt mit Basilikum mit Schnittlauch würzen! Und vergessen Sie nicht auf Gewürze wie Chilli, Pfeffer oder Kurkuma – sie haben auch starke medizinische Wirkung![/tw-column]

[tw-column width=“one-third“ position=“last“]Selbstverständlich können Sie Ihr Brot auch manchmal mit Wurst oder Käse belegen, wenn Sie Gusto darauf haben. Aber gönnen Sie sich dazu doch mal eine Zusatzdekoration an Kräutern, Samen oder Nüssen…[/tw-column]

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Und wie esse ich mich schlank?

Um das zu bewerkstelligen, macht es Sinn, auf die Energiedichte von Lebensmitteln zu achten. Orientieren Sie sich dazu an den angegebenen Kalorien am Verpackungsetikett und gehen Sie hier nach dem Ampelsystem vor:

Lebensmittel mit einer niedrigen Energiedichte besitzen einen Energiegehalt von maximal 150 kcal pro 100 g.

Lebensmittel mit einer mittleren Energiedichte besitzen einen Energiegehalt zwischen 150 und 250 kcal pro 100 g.

Lebensmittel mit einer hohen Energiedichte besitzen einen Energiegehalt von mehr als 250 kcal pro 100 g.

Mit grünen Lebensmitteln sind übrigens bei weitem nicht nur Obst- und Gemüsesorten gemeint, viel mehr eignet sich die Ampel direkt für den Supermarkt um alle dort angebotenen Lebensmittel unter diesem Aspekt unter die Lupe zu nehmen. Denn je mehr grün (oder zumindest orange) Sie am Etikett entdecken, desto fleißiger dürfen Sie zugreifen…!

Viel Spaß beim Recherchieren & Genießen!

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