Vorsicht bei Übersäuerung - Stoffwechselvorgänge im Körper - Cibatus

Vorsicht Übersäuerung

Entsäuerung kann helfen!

Der Säure-Basen-Haushalt hält lebensnotwendige Stoffwechselvorgänge im Körper in einem sehr engen pH-Bereich aufrecht. Das ist essenziell, weil Störungen zu einer gefährlichen Übersäuerung oder Untersäuerung führen können. Daher liegt der gesunde pH-Wert des Bluts bei 7,40 mit einer Spannbreite zwischen 7,35 und 7,45. Werte darüber oder darunter sind mit dem Leben kaum mehr vereinbar.

Um dieses Gleichgewicht zu koordinieren, ist ein perfekt abgestimmtes Regulationssystem notwendig. Neben den Puffereigenschaften des Blutes und der Gewebe sind der Gasaustausch in den Lungen sowie die Ausscheidungsmechanismen der Niere daran beteiligt, den pH konstant auf einem lebenfsfreundlichen Niveau zu halten.

Glücklicherweise funktioniert der körpereigene Säure-Basen-Haushalt so gut, dass eine Entgleisung des Blut-pH-Werts im medizinischen Alltag sehr selten vorkommt und immer Anzeichen einer schwerwiegenden Gesundheitsstörung ist – zum Beispiel die Folge eines entgleisten Diabetes mellitus.

Viel häufiger kommen dagegen leichte Übersäuerungen in den Geweben vor, auch bekannt als latente Azidosen. Dabei bleibt der pH-Wert im Blut zwar stabil, jedoch kommt es zu lokalen Übersäuerungen im Gewebe. Dieser Zustand lässt sich schwer messen, geht aber oft mit starken Schmerzen einher und wird nicht selten unterschätzt oder gar nicht diagnostiziert.

In unserer Wohlstandsgesellschaft stehen solche Übersäuerungen aufgrund des häufig eher ungünstigen Lebensstils quasi an der Tagesordnung – denn zu den Hauptverursachern zählen Überernährung und Bewegungsmangel.

Die Folgen von anhaltenden Gewebsübersäuerungen sind schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparats wie Arthritis, Arthrose oder Gicht sowie starke Rückenschmerzen und Knochenmasseverluste. Auch Verdauungsprobleme, Konzentrationsstörungen und Allergien werden damit in Verbindung gebracht und äußerlich können sich brüchige Haare und Nägel sowie ein allgemein schwaches Bindegewebe bemerkbar machen.

Die positive Nachricht lautet, dass sich chronische Übersäuerungszustände mit einer nachhaltigen Umstellung der Ernährung gut behandeln lassen. Dafür lohnt es sich, basische Lebensmittel wie Früchte, Gemüse und Kartoffeln in reichen Mengen zu genießen und Säurebildner wie Eiweiß, Fett, Getreide, Kaffee, Alkohol und Zucker einzuschränken. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (Wasser!) und Bewegung steigern die Ausscheidung von Säuren. Psychischer Stress wirkt dagegen säurebildend, weshalb Entspannungstechniken eine sinnvolle Ergänzung darstellen können.

Für die Entsäuerung besonders relevant sind die – auch als „Ernährungsmineralien“ bezeichneten – Mineralstoffe Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen und Zink, die alle in der Ernährung vorkommen. Sie wirken basifizierend und können durch die Aufnahme von Protonen Säuren abpuffern. Auf diese Weise werden Säuren neutralisiert, unschädlich gemacht und schließlich über die Atemluft in Form von Wasser und Kohlendioxid ausgeschieden.

Nachdem übermäßige Übersäuerungen nachweislich eine Reihe an modernen Zivilisationserkrankungen fördern oder sogar verursachen können, helfen Entsäuerungsmaßnahmen dabei, Krankheiten an der Wurzel zu packen. Dadurch lassen sich mögliche Neben- und Wechselwirkungen einsparen, die bei einer medikamentösen, symptombekämpfenden Behandlung häufig im Kauf genommen werden müssen.

Der deutsche Mediziner Dr. Michael Worlitschek schreibt in seinem Buch zu diesem Thema folgendes: „Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist Voraussetzung für alle anderen Funktionen. Es ist die Basis für alle Lebensvorgänge im ganzen Organismus und die Grundvoraussetzung für eine gute Gesundheit und die Kraft, im Krankheitsfalle rasch wieder zu gesunden.“

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